LIEBHABERZUCHT
                       RHODESIAN-RIDGEBACK

 

 

 

 Charaktermerkmale des Rhodesian-Ridgeback

 

Der Rhodesian-Ridgeback erfreut sich weltweit grosser Beliebtheit. Viele Menschen fühlen sich von dieser einzigartigen Rasse mit ihrem markanten Rückenstreifen, dem " RIDGE " angezogen.

Der Ridge verläuft auf der Mitte des Rückens. Das Fell wächst hier entgegengesetzt. Am oberen Ende des Ridges befinden sich zwei sogenannte " KRONEN " . Hier beginnt das Fell wieder in die normale Richtung zu wachsen. Über den Kronen gibt es ausserdem eine sogenannte " BOX " . Sie tritt in verschiedenen Variationen auf und wird häufig gegenüber den anderen wichtigen Merkmalen des Rhodesian-Ridgeback übersehen.

 

Rhodesian-Ridgeback sind keine niedlichen Labradors oder Cockerspaniels. Sie sind auch keine gefügigen Hunde wie  der Deutsche Schäferhund. Rhodesian-Ridgeback sind  hochintelligent, haben ein sehr gutes Gedächnis und sind fähig eigenständig Probleme zu lösen. Sie sind eng mit ihren Familien verbunden und haben einen natürlichen Wach - und Schutztrieb. Sie brauchen einen Besitzer der bereit ist, sie auf eine faire Art konsequent und diszipliniert zu erziehen. Dies sollte mit dem Tag beginnen, an dem der Welpe ins Haus kommt.

Das Erscheinungsbild  eines Ridgeback ist zwar nicht so massiv wie das eines Rottweilers, dennoch stellt er einen sehr knochenstarken Hund mit dichter Muskelmasse dar. Das Verhältnis von Muskelmasse zu Körperfett ist äusserst niedrich. Deshalb ist das äussere Erscheinungsbild eines Ridgeback ziemlich trügerisch.

Trotz des weithin gebrauchten Ausdrucks " LÖWENHUND " , hat der Ridgeback selten Löwen gejagt. Man verwendete sie wegen ihrer Furchtlosigkeit und Wendigkeit um die Löwen zu verfolgen und zu stellen. Bis die Jäger kamen, hielten die Hunde den Löwen in Position. Langsame oder unerfahrene Hunde wurden häufig vom Löwen verletzt oder getötet. Entgegen dem oft verbreiteten Gerücht, kann ein Ridgeback ebensowenig wie ein anderer Hund einen Löwen töten.

 

    Standardmerkmale des Rhodesian-Ridgeback

 

 Nase:

Der Nasenschwamm ist schwarz oder braun, im Einklang mit der Haarfarbe. Zu einer schwarzen Nase gehören dunkle Augen, zu einer braunen Nase bernsteinfarbene Augen.

Stop:

Der Stop soll gut ausgeprägt sein.

Augen:

Der Abstand der Augen voneinander soll so sein, dass sie sich harmonisch in die Kopfform einfügen. Die Augen sollen klar und strahlend sein mit einem intelligenten Ausdruck. Die Augenfarbe soll mit der Fellfarbe übereinstimmen.

Ohren:

Die Ohren sind hoch angesetzt und von mittlerer Größe. Sie sollen ziemlich breit im Ansatz sein und zu einer abgerundeten Spitze zulaufen. Sie werden dicht am Kopf anliegend getragen.

Gebiss:

Die Kiefer sind kräftig und zeigen ein perfektes, regelmäßiges und vollständiges Scherengebiss. Die obere Schneidezahnreihe greift ohne Zwischenraum über die untere und die Zähne stehen senkrecht im Kiefer. Das Gebiss ist gut entwickelt. Die Zähne -  besonders die Fangzähne sind kräftig ausgebildet.

Hals:

Der Hals ist kräftig, ziemlich lang und frei von loser Kehlhaut.

Vorderhand:

Die Schultern sind schräg, trocken und gut bemuskelt, schnelligkeit andeutend. Die Vorderläufe sind absolut gerade und starkknochig. Die Ellenbogen liegen dicht am Körper an. Von der Seite gesehen sind die Vorderläufe breiter als von vorne betrachtet. Der Vordermittelfuss soll stark und leicht schräg gestellt sein.

Hinterhand:

Die Muskeln der Hinterhand sollen trocken abgezeichnet sein, die Kniegelenke sind gut gewinkelt mit tief angesetzten Sprunggelenken.

Pfoten:

Die Pfoten sind kompakt mit gut gewölbten Zehen, die Ballen sollen rund, wiederstandsfähig und elastisch sein. Die Pfoten sind durch Haarwuchs zwischen Zehen und Ballen geschützt.

Rute:

Die Rute soll kräftig im Ansatz sein und sich zur Spitze hin verjüngen. Sie soll nicht hoch und nicht tief angesetzt sein. Sie wird in leichtem Bogen aufwärts getragen - aber niemals aufgerollt.

Gebäude:

Der Brustkorb soll nicht zu breit, jedoch tief und geräumig sein. Er reicht bis zu den Ellenbogen. Die Rippen sind mäßig gewölbt und keinesfalls tonnenförmig. Der Rücken ist kraftvoll, die Lenden kräftig, muskulös und leicht gewölbt. Die Vorbrust ist von der Seite gesehen sichbar.

Haarkleid:

Kurz und dicht. Es soll glatt und glänzend aussehen, aber nicht wollig oder seidig.

Gangart und Bewegung:

Gerade, frei und aktiv. 

Farbe:

Variiert von hellweizen bis rotweizen - Kopf, Körper, Läufe und Rute sollen in einheitlichem Farbton sein. Etwas Weiss an der Brust und an den Zehen ist erlaubt, aber übermässiges Weiss an diesen Körperstellen, am Bauch und oberhalb der Pfoten ist nicht erwünscht. Dunkler Fang und dunkle Ohren sind erlaubt.

Grösse:

Rüden, erwünschtes Mass von 63,5 cm bis 68,5 cm.

Hündinnen, erwünschtes Mass von 61,0 cm bis 66,0 cm.